Wie kommt es zu diesem Namen?

Ich glaube fest daran, dass wir hier in Österreich in einer sehr guten Zeit leben. Und ja, ich höre und lese Nachrichten und ich weiß, das tagtäglich viele Gewaltverbrechen und Katastrophen passieren.

Ich habe mir schon öfters in Gedanken überlegt, ob ich in einer anderen Zeit und an einen anderen Ort leben würde wollen, wenn ich es mir aussuchen könnte. Und ich komme immer wieder zu den Schluss nein, eigentlich nicht, denn es gibt keine bessere Zeit und keinen besseren Ort.

Ich möchte nicht in der Steinzeit oder Antike leben, da ist mir zu viel tagtäglicher Kampf um überhaupt genug zum Essen zu haben notwendig, und außerdem schätze ich unsere medizinischen Kenntnisse. Zur Zeit der Völkerwanderung möchte ich auch nicht leben. Viel zu viele Risiken für mein leben!

Im Mittelalter wäre es mir zu kalt, Essen ohne Erdäpfel kann ich mir auch nicht vorstellen. Und die vielen Seuchen, die es damals gab, nein, Danke! Außerdem schätze ich die Freiheit zu Wohnen und zu Arbeiten, wo und was ich will, beides würde mir im Mittelalter vorgeschrieben sein.

In der Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert ging es eigentlich auch nur den Adeligen und Reichen so halbwegs gut. Ich brauche nur an die Wohn und Arbeitsverhältnisse der Arbeiterinnen Ende des 19. Jahrhunderts denken. Und außerdem hätte ich als Frau viel weniger Möglichkeiten, das zu werden und lernen, was ich will. Danke, das Alles brauche ich nicht!

Die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts würde ich mir auch nicht aussuchen. Zwei Weltkriege, viel Armut und Not in der Zwischenkriegszeit und außerdem noch eine schreckliche Diktatur, gut, dass ich jetzt lebe.

In der ersten Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gab es auch noch viel Not, längere Arbeitszeiten als jetzt, weniger soziale Beihilfen und außerdem wurde den Kindern noch viel weniger erlaubt als jetzt. Das die Frauen noch sowenig Rechte bis Anfang der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts hatten, also noch gar nicht so lange her, erschüttert mich auch immer wieder.

Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich lebe wirklich in einer guten Zeit hier in Österreich. Und ich möchte mir das nicht schlecht reden lassen, nur weil wir auch große Herausforderungen zu bewältigen haben. Diese hatte jede Epoche zu lösen!

Ich bin auch der festen Überzeugung, das es eine Chance und Bereicherung für uns ist, wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen hier wohnen, Herausforderung auch, aber eben auch eine Chance!

Angesichts der Katastrophen, die wir jeden Tag hören, werden einige denken, ganz schön blöd, so positiv unsere Welt zu sehen!

Aber ist es wirklich so blöd? Oder hätte unsere Gesellschaft mehr davon, wenn wir das Gute und Schöne unsere Zeit sehen würden? Würde es uns dann nicht besser gehen? Zumindest brauche ich mich nicht so viel ärgern und bin deshalb weniger emotionalen Stress ausgesetzt und weniger krankheitsgefährdet.

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